Fussball muss bezahlbar sein!

Am 28. Spieltag der laufenden Bundesligasaison kommt es zum ewig jungen Vergleich zwischen dem Club aus Nürnberg und dem FC Bayern München im Nürnberger Frankenstadion.

Für dieses Spiel, welches seit jeher von der Rivalität des kleinen Davids aus Franken gegenüber dem übermächtigen Goliath aus München lebt(e), sorgt nun die Vereinsführung des Clubs für weiteren Zündstoff, weil sie eine gesonderte Preisliste für dieses sogenannte (Top-)Spiel veröffentlichte.

In der gesonderten (Bayern-)Preisliste werden, wie schon in der letzten Saison, erhebliche Preiserhöhungen auf sämtliche Tageskarten verzeichnet, so wird beispielweise eine Stehplatzkarte für Heim- und Gästefans um zehn Euro teurer und kostet nun 23€, das entspricht einem Zuschlag von knapp 77%. Auch die Sitzplätze werden teurer und erfahren auf der Haupttribüne eine Erhöhung um 38€ pro Ticket und kosten nun 85€. Die vergünstigten Karten im Familienblock fallen komplett weg und kosten anstatt 19€ plötzlich 44€. Eine Erhörung um über 120%!!! Insgesamt lässt sich festhalten, dass Tageskarten um durchschnittlich 70% teurer werden.

Hier stellt sich nun die Frage, mit welcher Begründung ein Verein für ein (Top-)Spiel solche Preiserhöhungen vornehmen darf? Natürlich ist sich die Vereinsführung bewusst, dass das Stadion gegen den Deutschen Rekordmeister aus München bis auf den letzten Platz ausverkauft sein wird, womit sich der Eindruck verstärkt, dass sich der 1.FC Nürnberg durch die Zugkraft des FC Bayern München die Geldschatullen füllen will. Aber warum sollen nun die Gästefans ebenfalls diesen (Top-) Zuschlag bezahlen? Jeder Fan, der an diesen Tag den Roten aus der Landeshauptstadt die Daumen drückt und sich das Spiel im Stadion anschauen will, muss jetzt tiefer in die Tasche greifen, wohingegen die Fans der meisten anderen Bundesligamannschaften weniger bezahlen müssen. Aus diesem Grunde haben sich die Munichmaniacs erneut dazu entschlossen, dieses Spiel nicht im Stadion zu verfolgen, um ein deutliches Zeichen im Kampf gegen die horrenden Kartenpreise zu setzen.

Warum ist für uns jedes Auswärtsspiel auch gleichzeitig ein Topspiel?
Nur weil wir die Fans des besten deutschen Vereins sind müssen wir bei jedem Spiel immer deutlich tiefer in die Tasche greifen als Fans aus Freiburg oder Wolfsburg. Aus unserer Sicht ist diese Tatsache nicht gerechtfertigt. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die absurde Frage wie diese Topspielzuschläge von diversen Vereinen definiert werden, da zum Beispiel die Fans des aktuellen Deutschen Meisters aus Dortmund in Nürnberg ebenso bedeutend geringer zur Kasse gebeten wurden, als wir Bayern-Fans.

Ein positives Beispiel, dass es auch ohne eine Ungleichbehandlung von Fans verschiedener Vereine gehen kann, stellt seit Jahren Bayer Leverkusen dar, die trotz des Bewusstseins, dass gegen Bayern München die Hütte stets ausverkauft sein wird, auf unnötige Topspielzuschläge gegenüber dem Gästeanhang verzichten. Ebenso erwähnenswert ist, dass durch das Engagement von Kein Zwanni nun auch Borussia Dortmund die Topspielzuschläge von der Tagesordnung gestrichen hat. Nachdem die Stehplatzkarten im Gästeblock für uns in den letzten beiden Jahren 16,80€ bzw. 17,40€ gekostet haben, verzichtet der BVB nun auf einen Topspielzuschlag für Gästefans. Die Stehplatzkarte kostet für Bayernfans für dieses möglicherweise vorentscheidende Spiel im Kampf um die Meisterschaft nur noch 14,90€. Ein großer Schritt in die richtige Richtung und ein erfreuliches Signal für alle Fußballfans.

Die Preispolitik der Franken hingegen ist ein Schlag ins Gesicht für alle Fußballfans!
Sowohl für uns, als auch für die eigenen Anhänger.

GEGEN TOPSPIELZUSCHLÄGE!

KEIN ZWANNI FÜR NEN STEHER!

- ProFans München

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