Arbeitsgemeinschaft Fananwälte

Die „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ ist ein Zusammenschluss von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die regelmäßig Fußballfans vertreten. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist die Vernetzung der „Fananwälte“. Durch intensiven Erfahrungsaustausch werden die Fans bestmöglich vertreten.

Die in der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ zusammengeschlossenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte kommen aus Berlin, Frankfurt, Karlsruhe, Köln, München, Nürnberg, Würzburg und Stuttgart – hierunter Spezialisten auf dem Gebiet der Strafverteidigung, des Verwaltungsrechts sowie des Zivilrechts.

Die Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ nehmen die vielfältigen Problemstellungen, die sich aus dem Spannungsverhältnis zwischen Fußballfans einerseits und Sicherheitsbehörden bzw. Ordnungsdiensten, Vereinen und Verbänden andererseits ergeben, aus zwei Perspektiven wahr: Zum einen sind sie selber langjährige und begeisterte Fußballanhängerinnen und -anhänger, die im Rahmen ihrer Stadionbesuche Zeuge der von den Fans beklagten Maßnahmen werden. Zum anderen vertreten sie als Rechtsanwälte Fußballfans in rechtlichen Auseinandersetzungen, die im Zusammenhang mit der „Leidenschaft Fußball“ stehen:

Der Kampf um die Aufhebung eines Stadionverbotes, die Verteidigung von Fußballfans in anlassbezogenen Strafverfahren, die Abwehr oder Anfechtung eines Aufenthalts- bzw. Ausreiseverbots, der Antrag auf Löschung von erhobenen personenbezogenen Daten des Fans – diese Problemfelder beschäftigen die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte jedenfalls in einem Teilbereich in ihrer täglichen Arbeit.

Um die hierbei gewonnenen Erfahrungen teilen zu können, finden regelmäßige Arbeitstreffen der Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ statt. Gegenstand dieses Austauschs sind außerdem aktuelle Entwicklungen im Spannungsverhältnis „Fußballfans und Sicherheitsbehörden“ bzw. „Fußballfans und Vereine/Verbände.“

Die „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ beteiligt sich an der öffentlichen Diskussion, um dem oft einseitigen Bild des Fans als Sicherheitsrisiko entgegen zu wirken.