ProFans verleiht Fans des FC Augsburg den Negativpreis „SAM“

Berlin, den 26. September 2014: Das unabhängige Bündnis ProFans verleiht der Fanszene des FC Augsburg den Negativpreis „SAM“ für den Monat Oktober 2014. Die Augsburger müssen am 7. Spieltag, an einem Sonntagnachmittag zum Auswärtsspiel nach Wolfsburg reisen (604km) und am 10. Spieltag, am Freitagabend nach Gelsenkirchen (606km). Die Fans des FC Augsburg müssen wie viele andere Fans des ganzen Landes im Monat Oktober extra Urlaub beantragen, um ihrem Verein folgen zu können.

Die Abkürzung SAM steht für „SpielAnsetzungsMonster.“ Das SAM wird einmal im Monat vom Bündnis ProFans als Negativpreis an die Fanszene vergeben, die am meisten unter den fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss. Der Preise soll die Fanszenen zu noch mehr Engagement gegen diese unerträglichen Missstände motivieren und die Öffentlichkeit über die Problematik aufklären.

Auf den Plätzen Zwei und Drei liegen für den Monat Oktober 2014, im negativen Ranking der Jury von ProFans, die Fanszenen des FC Ingolstadt und des 1. FC Union Berlin.

Für gewöhnlich gibt ProFans den Sieger des SAM zum Monatsbeginn bekannt. Dieses Mal wird die Bekanntgabe vorgezogen, da am kommenden Sonntag (28. September 2014) die SAM-Sieger der Monate September und Oktober direkt gegen einander antreten. Die Fanszene von Hertha BSC, die das SAM unter anderem wegen des Auswärtsspiels in Augsburg gewonnen hatte, hat gemeinsam mit der Fanszene des FC Augsburg eine symbolische SAM-Übergabe kurz vor dem Anpfiff der Partie Hertha BSC – FC Augsburg im Schwabenstadion organisiert.

Nachdem bei der Übergabe des SAM im September der Geschäftsführer von Hertha BSC, Ingo Schiller, öffentlich für die Einführung der 300km-Regel geworben hat, erhofft sich ProFans vom FC Augsburg eine weitere Unterstützung in dieser Sache.

Das Bündnis ProFans fordert von der DFL öffentliche Erklärungen für das Zustandekommen der nachfolgenden fanunfreundlichen Ansetzungen im Monat Oktober 2014. Wir Fußballfans sind nicht länger gewillt, solche Ansetzungen einfach so hinzunehmen.

ProFans, im September 2014

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Tradition ist mehr als Umsatz

Dortmund, den 6. September 2014: Die bei ProFans organisierten Dortmunder Gruppen reagieren mit Unverständnis auf die zuletzt getätigten Äußerungen des Geschäftsführers der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA Hans-Joachim Watzke zum Thema Rasenballsport Leipzig.

Mit Befremden nehmen wir die Wende in den Aussagen von Hans-Joachim Watzke bezüglich des Engagements von Red Bull bei Leipzig wahr. Äußerte sich Herr Watzke 2013 noch kritisch zu dem Werbeprojekt und sprach richtigerweise despektierlich von Rasenschach Leipzig, hat er nun die Kehrtwende vollzogen und spricht von einer „großen Chance für den Ostfußball“. Begründet wird die Neubewertung des Leipziger Zweitligisten mit wirtschaftlichen Indikatoren wie erwartete Zuschauerzahlen, Lizenzerteilung der DFL und verkauften Sky-Abonnements.

Für die Dortmunder Gruppen ist es nicht hinnehmbar, dass die Werte des deutschen Vereinswesens wie Mitgliederpartizipation, Vereinsleben und -verbundenheit und ehrenamtliches Engagement, die auch mit der 50+1 Regel geschützt werden sollten, auf erwartete Zuschauereinnahmen und verkaufte Sky-Abos reduziert werden. Der einzige Sinn und Zweck der Fußballmannschaft von Red Bull ist die Verbreitung und Bewerbung eines Produktes. Damit wurde das Verhältnis von Verein zum Sponsor umgekehrt und ist damit für uns in Gänze abzulehnen. Auch die letztendliche Lizenzerteilung durch die DFL kaschiert nicht die massiven Defizite, die der Werbeklub aus Leipzig nach wie vor aufweist. Zusätzlich zeigt das Beispiel Österreich, dass der Red Bull Konzern um Dietrich Mateschitz den sportlichen Wettbewerb sowohl finanziell wie auch organisatorisch ad absurdum führt, wenn zwei von Red Bull kontrollierte Mannschaft gegeneinander spielen

In diesem Zusammenhang erscheint es verwunderlich, dass Herr Watzke bei Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim von „aufgepfropfter Fußballbegeisterung“ spricht, selbes aber auf Leipzig nicht zutreffen soll? Herr Watzkes Definition von Fußballbegeisterung widerspricht damit in wesentlichen Punkten unserer Auffassung und Rasenballsport Leipzig wird niemals von uns als sportlicher Konkurrent wie der FC Schalke 04 e.V. oder FC Bayern akzeptiert werden. Aus Gesprächen mit anderen Akteuren der Fanszene wissen wir, dass große Teile der Dortmunder Fans ebenso wenig Herrn Watzkes verkürzte Vorstellungen von einem Verein teilen.

Viel mehr schimmert aus unserer Sicht hier eine generelle Fehlentwicklung in der Geschäftspolitik des BVB durch, die immer mehr durch eine rein wirtschaftliche Denkweise geprägt ist und die hohe soziale und gesellschaftliche Bedeutung und Verantwortung eines Traditionsvereins für seine Anhänger und die Region vernachlässigt. Die besondere Leidenschaft, Begeisterungsfähigkeit und Treue von Fans für ihren Verein wird nur noch unter einem Umsatzmaximierungsansatz betrachtet, der vermeintlich die Position als zweite deutsche Kraft im Fußball festigen soll. Dabei bleiben in den Augen von ProFans Dortmund die Ideale von Borussia Dortmund und die große Verbundenheit, welche Fans und Verein auch in schweren Zeiten zusammenhielt, gänzlich auf der Strecke.

Die Dortmunder Gruppen werden weiterhin zu eben diesen Idealen stehen und das Produkt Rasenballsport Leipzig ablehnen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Fußball ist für uns mehr als Popcorn fressendes Erfolgspublikum und verkaufte Sky-Abonnements.

ProFans Dortmund

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ProFans verleiht Fans von Hertha BSC den Negativpreis “SAM”

Berlin, den 1. September 2014: Das unabhängige Bündnis ProFans verleiht der Fanszene von Hertha BSC den Negativpreis „SAM“ für den Monat September. Die Berliner müssen am 4. Spieltag, an einem Freitagabend zum Auswärtsspiel nach Freiburg reisen (812km) und am 6. Spieltag, am Sonntagabend nach Augsburg (596 km). Besonders zu beachten ist hierbei, dass es sich bei der Begegnung zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg, gemessen an Straßenkilometern, um die weiteste Entfernung handelt, die es in den ersten beiden Ligen überhaupt gibt.

Die Abkürzung SAM steht für „SpielAnsetzungsMonster“. Das SAM wird einmal im Monat vom Bündnis ProFans als Negativpreis an die Fanszene vergeben, die am meisten unter den fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss. Der Preis soll die Fanszenen zu noch mehr Engagement gegen diese unerträglichen Missstände motivieren und die Öffentlichkeit über die Problematik aufklären.

Auf den Plätzen Zwei und Drei liegen für den Monat September, im negativen Ranking der Jury von ProFans, die Fanszenen des 1. FC Union Berlin und des TSV 1860 München.

Das Bündnis ProFans fordert von der DFL in diesem Zusammenhang öffentliche Erklärungen für das Zustandekommen der nachfolgenden sehr fanunfreundlichen Ansetzungen im Monat September 2014. Wir Fußballfans sind nicht länger gewillt, solche Ansetzungen einfach so hinzunehmen.

ProFans, im September 2014

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ProFans unterstützt die neu gegründete Kampagne „Nein zu RB“ und ruft Fans und Vereine dazu auf, gegen die übermäßige Kommerzialisierung des Fußballs aktiv zu werden

Berlin, den 7. August 2014: Das unabhängige Bündnis ProFans unterstützt ausdrücklich die bundesweite Kampagne” Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn! ”, die sich primär gegen den 2009 gegründeten Verein „RasenBallsport Leipzig
e.V.“ richtet.

Seit der Gründung des Vereins verfolgt der dahinter stehende Konzern „RedBull“ die Etablierung seines Brausegetränks auf dem deutschen Markt, wobei es ihm um reines Marketing geht. Mit dem Fußball, den die unzähligen Fans dieses Landes lieben und den damit einhergehenden Werten, hat das nichts mehr zu tun. “Das Beispiel RedBull kann maßgeblich für die zukünftige Entwicklung des Fußballs in Deutschland werden”, sagt Sandra Schwedler von ProFans. “Die 50+1 Regel ist bis zur Unkenntlichkeit verbogen worden. Die Liga, Fans und Vereine müssen sich fragen, ob man zu einer Konzernliga werden will oder nicht“, so Schwedler weiter.

Erst sah das die DFL allem Anschein nach ähnlich, störte sich an den vielen Ungereimtheiten innerhalb des Retortenvereins und versagte RB Leipzig nach deren Aufstieg in der Saison 2013/2014 die Zweitligalizenz. „Leider zeigte sich schnell die Inkonsequenz der DFL, als diese nach einigen Schönheitskorrekturen innerhalb der Vereinsstrukturen und am Vereinslogo, die Lizenz dennoch vergab“, bedauert ProFans-Sprecher Alex Schulz.

Dass Vereine die von Konzernen oder Mäzen dominiert sind, einen enormen finanziellen Wettbewerbsvorteil für sich generieren steht dabei außer Frage. Für ProFans ist diese Entwicklung nicht mehr tragbar, denn noch nie war das Ungleichgewicht innerhalb der Profiligen größer und der Traditions- und Amateurfußball bedrohter. Der Fall RB Leipzig erscheint in der stetig voranschreitenden Entwicklung des deutschen Fußballs hin zu einem überkommerzialisierten Produkt, als eine Spitze des Eisbergs. Die aktiven Fanszenen stehen an einem Scheideweg. „Das Problem betrifft natürlich nicht nur die Fans und Vereine der 2. Liga. Alle Fußballfans des Landes sind gefragt, sich gegen diesen Ausverkauf der Fußball-Tradition zu wehren“, sagt Jakob Falk von ProFans.

ProFans ruft daher die Fans, aber auch die Vereine selbst, dazu auf, gegen RB Leipzig aktiv zu werden, die Kampagne „Nein-zu-RB“ zu unterstützen und dieser durch verschiedene Aktionen, Leben einzuhauchen.

Bitte beachten Sie die Internetseite der Kampagne:
http://www.nein-zu-rb.de/

ProFans, im August 2014

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ProFans verleiht Fans des FC Sankt Pauli den Negativpreis „SAM“

Berlin, den 01.08.2014: Das unabhängige Bündnis ProFans verleiht der Fanszene des FC Sankt Pauli den Negativpreis „SAM“ für den Monat August. Die Fans vom FC Sankt Pauli müssen am 2. Spieltag, an einem Freitagabend zum VFR Aalen (631 km) und am 4. Spieltag, am Montagabend zur SpVgg Fürth (600 km) reisen.

Die Abkürzung SAM steht für „SpielAnsetzungsMonster.“ Das SAM wird einmal im Monat vom Bündnis ProFans als Negativpreis an die Fanszene vergeben, die am meisten unter den fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss. Der Preis soll die Fanszenen zu noch mehr Engagement gegen diese unerträglichen Missstände motivieren und die Öffentlichkeit über die Problematik aufklären.

Auf den Plätzen Zwei und Drei liegen für den Monat August, im negativen Ranking der Jury von ProFans, die Fanszenen des FC Hansa Rostock und der SV Wehen Wiesbaden.

Das Bündnis ProFans fordert von der DFL in diesem Zusammenhang öffentliche Erklärungen für das Zustandekommen der nachfolgenden sehr fanunfreundlichen Ansetzungen im Monat August 2014. Wir Fußballfans sind nicht länger gewillt, solche Ansetzungen einfach so hinzunehmen.

ProFans, August 2014

 

Mehr über SAM, das SpieltagsAnsetzungMonster, findet ihr hier.

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Interview mit Faszination Fankurve

Nachdem der Sicherheitsbeauftragte des DFB, Hendrik Große-Lefert, in der Öffentlichkeit Kritik an unserer Pressemitteilung vom 24. Juli 2014 geäußert und auch die Intention des Empfehlungsschreibens zur Freigabe von Fanutensilien unserer Meinung nach komplett anders verstanden hat, haben wir uns als ProFans nun ebenfalls öffentlich geäußert. Dieses Mal nicht in Form einer PM, sondern mit einem Interview auf faszination-fankurve.de.

„Das Empfehlungsschreiben stark diskreditiert“

Die Fanorganisation ProFans ist enttäuscht, dass der Sicherheits-Beauftragte des DFB, Hendrik Große-Lefert, das Empfehlungsschreiben des DFB anders interpretiert als die Fanvertreter. ProFans denkt nach der Enttäuschung über ein Ende des Dialogs mit dem DFB nach.

Faszination Fankurve: Der DFB hat in der letzten Woche ein Papier an die Vereine verschickt, das die Freigabe verschiedener Fanutensilien empfiehlt. Wart Ihr als ProFans an der Entstehung dieses Papiers beteiligt?
ProFans: Als eine von mehreren bundesweiten Fanorganisationen sind wir in der AG Fanbelange/Fanarbeit des DFB vertreten. Dort werden die unterschiedlichsten Themen rund um die Belange der Fußballfans behandelt. Nach vielen restriktiven Maßnahmen in den vergangenen Jahren, sahen wir als AG die Notwendigkeit, den Fans mehr Sicherheit in der Mitnahme von Fanutensilien zu geben. Das Schreiben sollte ein deutliches Zeichen an die Fans sein, dass sich die AG Fanbelange/Fanarbeit für eine uneingeschränkte Verwendung von Dingen wie beispielsweise Fahnen, Doppelhalter und Trommeln im Stadion ausspricht.
Dafür entwickelten wir mit den anderen Fanorganisationen über ein gutes Jahr lang ein Empfehlungsschreiben samt Glossar, in dem neben der empfohlenen Freigabe auch eine Erklärung sämtlicher fantypischer Materialien zu finden ist, die für uns zu einer lebendigen Fankultur gehören und nicht beschränkt werden sollten.

Faszination Fankurve: Welche Erwartungen waren bei der Ausarbeitung an dieses Papier geknüpft?
ProFans: Die Erwartungen waren enorm hoch! Dem langjährigen Theater um Fanutensilien-Verbote, teilweise als Erziehungsmaßnahmen im Sinne einer pauschalen Sippenhaft gedacht, sollte endlich ein Ende gemacht werden. Alle Anwesenden waren sich einig, dass das Verbot von Fanutensilien in den Stadien nie dafür sorgen würde, dass es nicht mehr zu Auseinandersetzungen beispielsweise an Rastplätzen kommen wird. Ebenso war auch den Verbänden klar, dass Pyrotechnik nicht aus den Kurven verschwindet, wenn Megaphone verboten werden. Fanutensilien müssen einfach ein ebenso hohes Gut wie Stehplätze sein. Einschränkungen und Verbote von Fanutensilien sind für uns als ProFans ganz grundsätzlich nicht hinnehmbar.

Faszination Fankurve: Gab es auch kritische Stimmen bei der Erarbeitung des Papiers?
ProFans: Unsere Euphorie wurde von Seiten des DFB schnell etwas gebremst, da oftmals auch kommunale Richtlinien die Vereine beim Thema Fanutensilien beschränken. Selbstverständlich ist dies in unseren Augen oftmals nur ein Vorwand, um die Schuld der Politik zuzuschieben. Jedoch waren sich Fanvertreter und Verbände einig, dieses Schreiben neben den Vereinen auch politischen Entscheidungsträgern zukommen zu lassen, um so auf eine bundeseinheitliche Regelung hinzuwirken. Dieses Ziel wurde auch von der DFB-Kommission „Prävention und Sicherheit“ festgehalten.

Faszination Fankurve: Kurz vor dem Saisonstart der 3.Liga ging das Schreiben an die Vereine. Ein großer Erfolg?
ProFans: Ja und nein. Auf der einen Seite haben wir es geschafft, dass sich die AG Fanbelange erstmals öffentlich äußert und gegen die Beschränkung von Fanutensilien vorgeht. Auf der anderen Seite waren wir enttäuscht, dass der DFB erst nach mehrfachen Aufforderungen unserem Wunsch nach einer Versendung des Schreibens vor der Saison 2014/2015 nachkam. Deutlich zu spät für die früher startende 3. Liga, in der es bereits enorme Materialeinschränkungen gibt.

Faszination Fankurve: Der Sicherheitsbeauftragte des DFB, Hendrik Große-Lefert, hingegen sprach laut einem Westline-Bericht davon, dass das Papier vorschnell in die aktuelle Diskussion eingebracht wurde und damit die Idee der Empfehlung “verfälscht” worden sei. Wie steht ihr zu diesen Aussagen?
ProFans: Wir sind fassungslos. Dass Herr Große-Lefert die Intention dieser Empfehlung minimierte und zugleich anmerkte, dass es immer Gründe gäbe, Material nicht freizugeben, widerspricht den Zielen, die wir uns mit diesem Empfehlungsschreiben gesetzt haben und die der Forderung der AG Fanbelange/Fanarbeit entsprachen. Scheinbar haben die Fanvertreter und Herr Große-Lefert die Absichten dieses Schreibens komplett unterschiedlich aufgefasst. Leider war Herr Große-Lefert bei der Entstehung persönlich nicht dabei.
Nun haben wir viel Energie, Zeit und Hoffnungen in eine Empfehlung investiert, mit der sich der offizielle Unterzeichner scheinbar doch nicht wirklich identifiziert.
Wenn das Schreiben nicht in die aktuellen Diskussionen in Münster und Wuppertal eingebracht würde, wozu wäre es dann überhaupt noch nützlich?!

Faszination Fankurve: Klingt stark nach Diskussionsbedarf. Wie geht es jetzt weiter?
ProFans: Den gibt es allerdings! Die Fangruppen, die wir vertreten, sind zu Recht schwer enttäuscht. Nach vielen Jahren sicherlich wichtiger Gespräche mit dem DFB, gab es nun erstmals ein vorzeigbares Ergebnis. Wenn der DFB die generelle Freigabe aller gängigen Fanutensilien empfiehlt, bringt das die Vereine in Zugzwang. Dort wo es noch besondere lokale Verordnungen gibt, könnten Fans und Vereine auf der Grundlage des Schreibens mit der Politik das Gespräch suchen. Mit Rückendeckung des DFB sind solche Gespräche sicher auch nicht aussichtslos. Nun ist das Empfehlungsschreiben jedoch stark diskreditiert worden und hat aus unserer Sicht durch die öffentlichen Äußerungen des DFB an Wert verloren. In naher Zukunft steht wieder ein Treffen der AG an. Dort wird das Papier auf jeden Fall noch einmal ein Thema sein. Es wird so natürlich immer schwerer Gründe zu finden, um weiter mit den Verbänden im Dialog zu bleiben, wenn eigentlich gute Ansätze so torpediert werden.
Wir hoffen, dass die Vereine das Empfehlungsschreiben ernst nehmen und endlich erkennen, dass Material-Verbote erstens kein Lösungsmittel für Probleme sind und zweitens Fanutensilien uneingeschränkt zu einer lebendigen Fankultur in den Stadien gehören. (Faszination Fankurve, 31.07.2014)

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ProFans fordert die generelle Freigabe von Fanutensilien

Berlin, den 24. Juli 2014:  

ProFans fordert die generelle Freigabe von Fanutensilien für die Fans in allen Heim- und Gästekurven des Landes. In diesem Zusammenhang begrüßt ProFans, dass der DFB am gestrigen Tag endlich ein in der AG Fanbelange/Fanarbeit des DFB gemeinsam erarbeitetes Empfehlungsschreiben zur grundsätzlichen Freigabe von Fanutensilien an die Vereine verschickt hat.

ProFans-Sprecher Alex Schulz: „Das Schreiben ist ein wichtiges Zeichen für eine bunte Fankultur. Die Fan-Organisationen fordern gemeinsam mit dem DFB sowie Vertretern der Fanprojekte und Fanbeauftragten offiziell die Vereine auf, grundsätzlich auf Materialeinschränkungen zu verzichten. Nun sind die Vereine aber auch die politischen Entscheidungsträger gefragt, entsprechende Verordnungen im Sinne der Fans anzupassen.“

Das Ziel des Empfehlungsschreibens ist es, konkrete Mindestleitlinien zu schaffen, an denen sich die Vereine orientieren sollen. „Fußballfans, die fortwährend mit Verboten, teils sogar der eigenen Vereine, konfrontiert werden, sollen für den Dialog mit ihren Vereinen unterstützend eine offizielle Argumentationshilfe von Seiten der AG ‘Fanbelange/Fanarbeit’ erhalten“, erläutert ProFans-Sprecher Jakob Falk. „Die Zeit der unsinnigen Stückzahl-Beschränkungen, peniblen Größenabmessungen und bürokratischen Voranmeldungen muss endlich vorbei sein. Es sollte das Normalste der Fußball-Welt sein, dass ein Fan, egal ob zuhause oder auswärts immer und überall seine Fahnen mit ins Stadion nehmen kann“, so Falk weiter.

Bei aller Freude äußert ProFans gleichzeitig auch Kritik am späten Zeitpunkt der Versendung. Bereits im April 2014 hatten sich alle Beteiligten darauf geeinigt, das Empfehlungsschreiben zeitnah gleichzeitig den Vereinen und dem Nationalen Ausschuss Sport und Sicherheit zukommen zu lassen. Im Zeitraum eines Jahres war das Schreiben vorher bereits vom „Fachbereich Fußballkultur“ und der Kommission „Prävention und Sicherheit“ des DFB bestätigt worden. Wenige Tage vor dem Start der dritten Liga konnten viele Vereine das Schreiben somit für die Saisonplanung und den Dialog mit ihren Fans im Vorfeld nicht nutzen. Wie zuletzt bekannt wurde, haben der SC Preußen Münster und der Wuppertaler SV neue Material-Einschränkungen gegen ihre Fans beschlossen.

„Das Thema Fanutensilien und ihre Freigabe sind ein sehr akutes Thema, wie die aktuelle Brisanz der Beispiele aus Münster und Wuppertal zeigen. Anstatt den im Sicherheitskonzept 2012 geforderten Dialog konstruktiv zu führen, werden pauschale und nicht nachvollziehbare Restriktionen sogar für Heimkurven erlassen. Das ist eine neue Stufe der Repression gegenüber den aktiven Fans, die eventuell durch eine rechtzeitige Versendung des Empfehlungsschreibens vor dem Saisonstart der unteren Ligen hätte vermieden werden können“, sagt ProFans-Sprecherin Sandra Schwedler.

Eineinhalb Jahre nach dem 12.12.2012 stellt ProFans fest, dass einige Vereine wieder in alte Verhaltensmuster gefallen sind, die vor allem restriktive Maßnahmen und oberflächlichen Dialog beinhalten. Aus Sicht von ProFans gibt es keine schlüssigen Argumente mit dem Verbot von Fanutensilien ganze Fanblöcke oder Kurven in Sippenhaft zu nehmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Verbote nicht zielführend sind, sondern viel mehr kontraproduktiv wirken. Nicht umsonst wurde das sogenannte St-Pauli Modell gerade beim FC St. Pauli abgeschafft, da sich die aktiven Fans nicht erpressen lassen.

„Die Lösung kann und wird nicht in Verboten liegen, auch wenn manche Politiker und Sicherheitsbeauftragte in Law-and-Order immer noch ein Allheilmittel sehen“, fasst Sandra Schwedler zusammen.

ProFans fordert daher die Vereine auf, auf jegliche Einschränkungen bei Fanutensilien zu verzichten und erwartet von den Netzwerkpartnern der AG Fanbelange/Fanarbeit des DFB, dass sie Fußballfans – gemäß des veröffentlichten Schreibens – bei ihren Bemühungen um die Freigabe von Fanutensilien aktiv unterstützen.

Konkret fordert ProFans die Verantwortlichen in Münster und Wuppertal auf, die neuen Restriktionen zurücknehmen und den Dialog mit den lokalen Fankurven zu suchen.

ProFans, im Juli 2014

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Pro­Fans legt in der neuen Sai­son den Fokus auf fange­rech­te An­stoß­zei­ten

Berlin, den 18. Juli 2014

Während beim Großteil der Sportbegeisterten sich das WM-Fieber allmählich abkühlt, hat für viele Fans und Ultras der Vereine schon wieder der Alltag begonnen. Der Alltag beginnt für alle aktiven Fans dieses Landes mit dem Blick auf den Spielplan der neuen Saison. Bereits auf den ersten Blick erscheinen einige Ansetzungen, die vor allem bei den auswärtsfahrenden Fans für Kopfschütteln sorgen. Die Fans vom FC Sankt Pauli etwa müssen an einem Freitagabend (Anpfiff 18:30 Uhr) mehr als 600km bis nach Aalen fahren. Ähnlich ergeht es den Fans von Borussia Dortmund, die ebenfalls an einem Freitag (Anpfiff 20:30 Uhr) in Augsburg spielen. Von der 1. bis zur 3. Liga lassen sich diese Beispiele allein für die ersten Spieltage fortsetzen. Wieder einmal ist nicht ersichtlich, dass es für die DFL eine Notwendigkeit gegeben haben könnte, zu diesen fanunfreundlichen Terminierungen zu kommen.

Die ersten Terminierungen der Saison waren dabei gewiss nur ein Vorgeschmack auf das, was in dieser Saison vermutlich erneut folgen wird. Besonders auf die Fans der 2. Liga werden erneut Anstoßzeiten warten, die eine Anreise für viele Anhänger unmöglich macht.

Das Bündnis ProFans gründete sich in der Saison 2000/01 unter dem Namen „Pro 15:30“. Es kam damals erstmals in der Geschichte der Fan- und Ultrakultur in Deutschland zu einem großen, überregionalen Protest. Thematisiert wurde ursprünglich die Zerstückelung des Spieltages auf vier Tage mit jeweils einer Anstoß-Zeit (Fr-Sa-So-Mo). Es wurden Vertreter der Initiative zur DFL geladen, Versprechungen gemacht und Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten wurden. Seit über 13 Jahren finden regelmäßig Gespräche mit Verbandsvertretern statt, die Protestbanner in den Stadien sind oft besonders bei Montagsspielen der 2. Liga vielen Fernsehzuschauern bekannt. Nachdem die DFL unter anderem beim Fankongress 2012 professionelle Erklärungen zu den Hintergründen der Terminierung abgegeben hat, scheint sich in der Fanszene inzwischen etwas Resignation breit gemacht zu haben.

ProFans will dieser Entwicklung in der kommenden Saison 2014/2015 entschieden entgegenwirken. „Wir treten auf der Stelle. Die Verbände haben uns Verständnis beim Thema Anstoßzeiten entgegengebracht“, sagt ProFans-Sprecherin Sandra Schwedler und führt aus: „Verändert hat sich die Situation für uns Fans allerdings nur zum Negativen. Die Spieltagszerstückelung ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass in der 1. und 2. Liga an vier verschiedenen Tagen zu 12 (!) verschiedenen Zeiten angepfiffen wird.“
ProFans fordert die DFL und alle Beteiligten – die für die Terminierung verantwortlich sind – auf, die Spieltagszerstückelung schrittweise wieder rückgängig zu machen.

ProFans-Sprecher Jakob Falk: „Uns ist klar, dass wir das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen können und eine reine Fokussierung auf den Samstag um 15:30 Uhr als einzigen Spieltag utopisch ist. Realistisch erscheint uns allerdings, dass es nur eine Anstoßzeit an einem Tag gibt und vor allem die seit Jahren angesprochene 300km-Regel umgesetzt werden kann.“ Die sogenannte „300km-Regel“ fordert, dass nur zwei Vereine am Freitag, Sonntag oder Montag gegeneinander spielen sollen, deren Spielorte nicht mehr als 300km auseinander liegen. ProFans kritisiert grundsätzlich die „Englischen Wochen“ mit Spielansetzungen von Dienstag bis Donnerstag, sowie die unerträglichen „Montagsspiele“ der 2. Liga und fordert insbesondere für diese speziellen Termine die Einhaltung der 300km-Regel.

ProFans fordert die DFL auf, Fan-Interessen endlich höher oder mindestens gleichwertig zu den Interessen der medialen Vermarktung, der Vereine und weiteren beteiligten Mitsprechern zu behandeln. „Wir erwarten für die kommende Spielzeit ehrliche Erklärungen für nicht nachvollziehbare fanunfreundliche Anstoßzeiten und einen zielgerichteten Dialog mit der DFL“, betont ProFans-Sprecher Alex Schulz.

Das Bündnis ProFans wird in der kommenden Saison 2014/2015 mit speziellem Fokus auf die Spielansetzungen vor und hinter den Kulissen tätig werden. Alle Fußballfans sind dazu aufgerufen, sich unseren Aktionen anzuschließen.

Wir lassen uns unser Spiel nicht nehmen!

ProFans, im Juli 2014

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Offener Brief zur angekündigten Kartenvergabepraxis beim Spiel Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96

An

Stefan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident

Boris Pistorius, Minister für Inneres und Sport des Landes Niedersachsen

die MitgliederInnen des Ausschuss für Rechts und Verfassungsfragen des Niedersächsischen Landtags

die MitgliederInnen des Ausschuss für Inneres und Sport des Niedersächsischen Landtags

die innenpolitischen SprecherInnen der niedersächsischen Landtagsfraktionen

die rechtspolitischen SprecherInnen der niedersächsischen Landtagsfraktionen

die sportpolitischen SprecherInnen der niedersächsischen Landtagsfraktionen

Andreas Rettig, Vorstand des Ligaverbandes

Martin Kind, Präsident Hannover 96

Zur Kenntnis

Hendrik Große Lefert, Sicherheitsbeauftragter DFB

Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte

Thomas Beckmann, Bundesarbeitgemeinschaft der Fanprojekte

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,

Sehr geehrter Herr Minister Pistorius,

Sehr geehrte Mitgliederinnen und Mitglieder der Ausschüsse,

Sehr geehrte Sprecherinnen und Sprecher der Landtagsfraktionen,

Sehr geehrter Herr Rettig,

Sehr geehrter Herr Kind,

Wir, die „IG Unsere Kurve“ und „ProFans“ sind zwei überregional tätige Fanorganisationen und vertreten die Interessen von weit über 100.000 organisierten Fußballfans und sind verlässlicher Ansprechpartner für DFB, DFL und weitere Institutionen.

Wir wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie, da die jüngsten Ankündigungen rund um die Erstligabegegnung Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 für uns Grund zur Sorge sind. Laut Mitteilung auf der Homepage von Hannover 96 vom 11. März 2014[1] werden die Eintrittskarten für die Gästefans aus der Landeshauptstadt erst während einer organisierten Busfahrt ab Hannover ausgehändigt.

Dieses Vorgehen erscheint uns zutiefst problematisch und in Teilen verfassungswidrig.

Die Tatsache, dass alle Bürgerinnen und Bürger, welche dieses Spiel aus dem Gästeblock verfolgen möchten, verpflichtend mit den von Hannover 96 organisierten Bussen nach Braunschweig reisen müssen, verletzt unserer Ansicht nach das Recht jeder betroffenen Bürgerin und jedes betroffenen Bürgers auf Reisefreiheit, wie sie in Art. 13, Abs. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Art. 12, Abs. 1 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte, Art. 21, Abs. 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union und Art. 11, Abs. 1 des Grundgesetzes verbrieft ist.

Natürlich sehen einige der genannten Gesetze auch die Möglichkeit der Einschränkung des Grundrechts auf Reisefreiheit vor, aber nur um strafbaren Handlungen vorzubeugen (Art. 11, Abs. 2 GG) oder zum Schutz der öffentlichen Ordnung (Art. 12, Abs. 3 IPbpR). Wir bezweifeln aber stark, dass im vorliegenden Fall der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt wurde. Aus der simplen Absicht, ein Fußballspiel verfolgen zu wollen, kann wohl kaum eine Gefahr für die öffentliche Ordnung abgeleitet werden und 2.100 Fußballfans pauschal die Absicht strafbarer Handlungen zu unterstellen, erscheint uns auch mehr als unangebracht.

Hier möchten wir auf das Hinspiel am 8. November letzten Jahres im Hannoveraner Stadion verweisen. Laut Polizeimitteilung kam es während des gesamten Tages trotz ca. 2.000 gewaltbereiter Fans beider Lager nur zu lediglich 5 Festnahmen, 22 Personen wurden leicht verletzt, kein einziger Polizist oder Bürger schwer. Am Ende sahen 47.200 Menschen ein sportlich schwaches Unentschieden und selbst Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe zog ein positives Resümee des Tages, als er sich mit den Worten „Unser Konzept zur Trennung rivalisierender Gewalttäter ist aufgegangen. Wir konnten ein Aufeinandertreffen […] unterbinden und somit Schlimmeres verhindern.“[2] zitieren lies. Auch die Fanvertreter der Hannoveraner Interessengemeinschaft Rote Kurve werten die Polizeitaktik aus dem Hinspiel als Erfolg. Es kam zu keinerlei Kontakt zwischen den rivalisierenden Fans und das, obwohl Teile der Braunschweiger Fans individuell in die Landeshauptstadt reisten.

Ebenso ist es für uns unverständlich, dass die genannte Entscheidung ohne ersichtliche Rücksprache mit Fanbeauftragten und/oder Fanprojekten erfolgte. Gerade diese Institutionen gilt es beim Dialog zwischen Vereinen und Fans als Vermittler zu nutzen und ihre Expertise in der Bewertung von solchen Vorgehen zu nutzen.

Unter diesen Voraussetzungen appellieren wir dringend an Sie, die angekündigten Maßnahmen zu überdenken. Nutzen Sie alles in Ihrer Macht stehende, um das aktuell geplant Vorgehen zu verhindern. Denn auch Fußballfans haben einen Anspruch darauf, als mündige Bürgerinnen und Bürger selbst zu entscheiden, wie sie zu einem Spiel reisen.

Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

IG Unsere Kurve / ProFans

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Über 700 Fans diskutierten über die Zukunft des Fußballs

Berlin, den 19. Januar 2014: Über 700 Fans von 80 Vereinen aus ganz Deutschland haben am Wochenende in Berlin wieder unter Beweis gestellt, dass Fußballfans in Deutschland nicht nur Woche für Woche das Stadion bunt und laut machen, sondern darüber hinaus aktiv an der Gestaltung des Fußballs teilnehmen können und wollen. Dieser in Europa einmalige Organisationsgrad bietet Vereinen, Verbänden und allen anderen am Fußball Beteiligten die Chance mit Fans in den Dialog zu treten und das Fußballerlebnis miteinander zu gestalten. Die Beteiligung von Fans ist unerlässlich, wenn der Fußball sich weiter positiv gestalten soll. Wir freuen uns, dass sich die DFL mit Andreas Rettig und der DFB mit Helmut Sandrock an dem Kongress beteiligt haben.

In 10 Arbeitsgruppen wurde u.a. über Möglichkeiten zur Verbesserung der Medienarbeit, die Mitbestimmung im Verein, die speziellen Probleme der Amateurvereine, Werte im Fußball und andere Themen diskutiert. Die Teilnehmer werden die Ergebnisse nun in ihre Fanszenen weitertragen und so für die Verbreitung und Umsetzung sorgen.  In zwei Podiumsdiskussionen wurde lebhaft  zu den Themen „Selbstregulierung“ und über das Verhältnis zur Polizei diskutiert. Wir bedanken uns, dass sich mit Hans-Ulrich Hauck und Bernd Heinen auch zwei Vertreter der Polizei der Diskussion stellten. „Wir wünschen uns allerdings, dass die differenzierte Haltung der Podiumsteilnehmer auch bei den Einsatzkräften vor Ort ankommt und diese bei der Wahrnehmung ihres gesellschaftlichen Auftrages am Spieltag einen differenzierten Umgang mit den Fans an den Tag legen.“, betonte Sandra Schwedler von ProFans

„Wir hoffen, dass Fans in der öffentlichen Debatte als das wahrgenommen werden, was sie sind: Eine Bereicherung für den Fußball!“, ergänzt Daniel Nowara, Sprecher der IG „Unsere Kurve“. Die immer stärker zu Tage tretende Scharfmacherei und der Populismus aus Teilen von Polizei und Innenpolitik werden zu keiner Problemlösung beitragen, sondern machen aus verhältnismäßig geringen Problemen große. Hier muss dringend mehr Sachverstand in die Debatte Einzug halten. Die Fans haben in Berlin zum wiederholten Male bewiesen, dass sie sowohl organisatorisch als auch inhaltlich kompetente Ansprechpartner sind. Es wird Zeit, dass sie von Politik und Polizei als selbige wahrgenommen werden.

Fußball-Fans haben Probleme, aber sie sind keins.

ProFans und Unsere Kurve im Januar 2014

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