Auswärtsspiele in Marseille und Nürnberg – Fußball bald nur noch für Reiche?

Bevor es nächste Woche zum Derby nach Franken geht, fährt unsere Équipe zunächst erstmal an die französische Mittelmeerküste, um im Hinspiel bei Olympique Marseille schon mal den Halbfinaleinzug planbar zu machen. Bayernfans zahlen für den Eintritt ins geschichtsträchtige Stade Vélodrome 50 EUR Eintritt. Zunächst natürlich ein guter Happen Geld, ist doch auch die Hinfahrt mit über 1000 KM Fahrt nicht ohne. Auch handelt es sich beim Spiel in Marseille um das immerhin zweitteuerste Spiel dieser Europacup-Saison (nach den 60 EUR von Villarreal). Andererseits ist das Kräftemessen mit OM auch ein Viertelfinale und erstaunlicherweise haben die Fans von Borussia Dortmund in der Vorrunde an gleicher Stelle noch stolze 65 EUR bezahlt. Was auch immer zu diesem Preisverfall führte, verwunderlich wirkt er auf jeden Fall. Etwas weiter in der Historie gekramt, kommt beim letzten Spiel in Frankreich übrigens ebenso ein Preis von 50 EUR heraus. Damals im Halbfinale bei Olympique Lyon 2010.

Nur drei Tage später steht das Spiel in Nürnberg auf dem Programm, und was uns da bei den Ticketpreisen erwartet, spottet schon seit einigen Jahren jeder Beschreibung. Bereits zwischen der Saison 2004/2005 und deren Abstiegssaison 2007/2008 verlangte man im Frankenstadion jedes Jahr den zweithöchsten Eintritt aller Bundesligisten bei Bayernspielen. Seit letzter Saison ist der FCN in dieser Kategorie schließlich Spitzenreiter, werden allen Bayernfans doch tatsächlich für den Einlass in den Gäste-Stehplatzblock nun wiederholt 23 EUR abgeknöpft. DREIUNDZWANZIG EURO!!! Zudem es ja beileibe nicht so ist, als dass es sich beim 1. FCN um einen Topclub handeln würde, ganz im Gegenteil. Von dem her muss man diesen Preis noch in einem ganz anderen Licht sehen. Inklusive ist dabei ein Topspielzuschlag von geschlagenen 10 EUR, der die blanke Abzocke für Bayernfans nur noch deutlicher zu Tage treten lässt.

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