Auswärtsspiel in Mönchengladbach – Fußball bald nur noch für Reiche?

Das neue Jahr führt uns zuallererst nach Mönchengladbach. Der Stehplatz dort kostet zum vierten Mal in Folge 18 EUR. Damit ist zwar immerhin seit 2008 keine Preissteigerung zu verzeichnen, jedoch ist bei so einem Preis auch nicht mehr unbedingt von sozial verträglichem Eintritt zu sprechen. Und wer denkt, der Preis läge an der aktuellen Tabellensituation der Borussen, der sieht sich hier auch getäuscht.
Aber wie so oft, wird auch dieser Preis v.a. erst durch den Topspielzuschlag so gesalzen. Die Fans von St. Pauli zahlten letztes Jahr lediglich 13 EUR, um im Nordpark das Spiel ihrer Mannschaft zu sehen, während wir dafür schon fünf Euro mehr berappen mussten.

Abschließend noch einige Worte zur Kartensituation bei einem relativ bald anstehenden Spiel, nämlich dem Auswärtsspiel in Basel:
Nachdem am Freitag den 16.12.2011 das Los entschieden hatte, dass wir im Achtelfinale des Europapokals nach Basel reisen müssen, startete unmittelbar nach der Auslosung kurz vor 13:00 die Bestellphase im Online-Portal des FC Bayern. Dass die Kartensituation bei so einem kleinen Gästeblock und der kurzen Anreise wohl mehr als unbefriedigend werden würde, war da bereits abzusehen. In kürzester Zeit gingen demnach auch sehr viele Bestellungen ein, weshalb sich die Ticketabteilung entschied, die Möglichkeit online Karten zu bestellen gegen 15:30 einzustellen.
Jedoch wurden dadurch ganz offensichtlich sehr viele Bayernfans einfach umgangen: Jeder, der entweder gerade noch zwischen 13:00 und 15:30 seiner Arbeit nachging und dort keinen Internetzugang hat, oder sich bereits auf dem Weg zum Heimspiel gegen Köln am Abend befand, wurde dadurch um die Möglichkeit gebracht, überhaupt für dieses Spiel Karten zu bestellen. Und dadurch von vornherein schon vor vollendete Tatsachen gestellt, muss derjenige sich jetzt doch auf die für das Spiel nicht einfache Kartensuche machen, ohne jede Möglichkeit, selbst Karten vom FCB-Ticketing zu bekommen.
Ein ganz anderer Weg, die Karten zu verteilen und dabei im Gegensatz zum tatsächlichen Ablauf auch noch fair vorzugehen, hätte z.B. darin bestanden, den Leuten, die die Spiele in Villarreal, Neapel und Manchester gesehen haben ein Vorkaufsrecht einzuräumen. Stattdessen ist es wiederholt gelungen, engagierte Bayernfans durch so ein Handeln zu verprellen. Leider jedoch keine Seltenheit, wenn man sich die Vergabe von Karten für Bayernspiele anschaut.

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